Die Ohrkerze

 

Ursprung

Ohrkerzen soll es schon seit Jahrhunderten geben. Aber aus welchem Teil der Welt oder von welchem Volk sie stammen, das weiß keiner so genau. Ohrkerzen lassen sich per Handarbeit herstellen und auch die nötigen Materialien wie Bienenwachs und ein brennbares Stoffgewebe (Baumwolle) sind schon seit Jahrhunderten bekannt. Über die genaue Ausführung der Herstellung, also die Art, in welcher geometrischen Form (Rohrform oder konischer Form) die Ohrkerzen hergestellt wurden, weiß man fast gar nichts. Ob die Ohrkerze ein Ritualgegenstand war, für Entspannung sorgte, oder eine Form des Reinigens war und zur Ohrhygiene diente, weiß man auch nicht ganz genau. Man kennt Ohrkerzen von den Ureinwohnern Nord,- und Südamerikas, sowie aus südost-asiatischen Ländern.

Die Ohrkerze heute

Ob überliefert oder man neue Anwendungen erst in den letzten Jahrzehnten entdeckte spielt letztendlich keine Rolle. Ohrkerzen erobern Ihren Platz im Wellness-Bereich, als Hausmittel und auch in der alternativen Heilkunde.

Schon vor langer Zeit wussten die Menschen, dieses Hausmittel zum Beispiel zur Ohrhygiene (um der Pfropfenbildung vorzubeugen) einzusetzen und erzielten verblüffende Erfolge. Ohrkerzen sind kein Arzneimittel oder Medizinprodukt.

Man wendet Ohrkerzen auch gerne als Wärmetherapie an, wobei ein Gefühl von Leichtigkeit und Entspannung entsteht. Der durch den Kamineffekt hervorgerufene Unterdruck bringt ein befreiendes Gefühl für Kopf und Ohren und fördert unter anderem den Energiefluss.

Was sind Ohrkerzen und wie funktionieren sie?

 Ohrkerzen sind zylinder- oder trichterförmige (konische), mit Baumwolle und einer dünnen Schicht Wachs gerollte Kerzen, die eine kleinere und eine größere Öffnung haben. Die Baumwolle an der Außenseite dient sozusagen als Docht, denn innen sind sie hohl und brennen nur außen herunter.

Wenn man zum Beispiel unter Ohrendruck- oder Schmerzen leidet, ist der Energiefluss blockiert. Die Ohrkerze kann in dem Fall als Hilfsmittel in das Ohr, hinter, vor und/oder unter das Ohr auf einen der entsprechenden Akupunkturpunkte, gestellt und abgebrannt werden.

  
Ohrkerzenanwendung im Ohr       Ohrkerzenanwendung hinter dem Ohr

  Ohrkerzenanwendung im Ohr

Die Ohrkerze wird an der oberen, größeren Öffnung angezündet und man lässt sie bis zur Markierung abbrennen. Im Inneren (im Hohlraum) zieht sich die Kerze mit Rauch voll, der dann zirkuliert. So entsteht der gewünschte Effekt, eine natürliche Vibration im Ohr, eine sanfte Trommelfellmassage und die absaugende Wirkung durch das Vakuum (Unterdruck / Kamineffekt).

Der große Vorteil dieser uralten Methode ist, dass schon lange abgelagerte, Reste oder Rückstände (auch energetische) gelöst und abtransportiert werden können und im unteren Rohrrand (Kerzeninnenwand) der Kerze haften bleiben.

Da die Öffnungen der Ohrkerzen kleiner sind und daher punktueller wirken, kann man sie auch zur Anwendung im Gesicht bei Schnupfen, Nasen- Nebenhöhlenentzündungen, Kopfschmerzen nutzen. Hierbei muss das Gesicht unbedingt abgedeckt werden.

 punktuelle Anwendung mit einer Ohrkerze